Handbuch GUS

FiFo Ost

China in der WTO

Grundprinzipien

Die WTO sieht in den wesentlichen Punkten die Senkung von Zöllen und die Beseitigung von nichttarifären Handelshemmnissen vor. Dem der WTO unterstellten Liberalisierungsabkommen über Waren- und Dienstleistungshandel (GATT, GATS) sowie dem Schutz der Rechte am geistigen Eigentum (TRIPS) liegen folgende Prinzipien zugrunde:

  • Meistbegünstigung
  • Nichtdiskriminierung
  • Inländerbehandlung
  • Reziprozitätsprinzip
  • Abbau außenwirtschaftlicher Schranken
  • Kontingentierungsverbot
  • Keine Erschwerung oder gar ein Verbot des Handels
  • Verbot der nicht-tarifären Handelshemmnisse
Vor der Uruguay-Runde bezogen sich GATT-Regeln hauptsächlich auf Zölle, Kontingentierungen und Anti-Dumping-Maßnahmen. Um Regeln durchzusetzen, bedurfte es der Einstimmigkeit aller GATT-Mitglieder. Die Uruguay-Runde erweiterte das GATT-Reglement auf die sogenannten nicht-tarifären Handelshemmnisse und über den reinen Warenbereich hinaus auf Handelsregeln, Dienstleistungen, geistiges Eigentum und die Landwirtschaft. Die seit 2001 laufende Doha-Runde betrifft wiederum Zölle sowie den Agrarhandel und Dienstleistungen.



Eckhard Hoeffner 2005-08-22
 
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